Zahl der Winterreifenverweigerer halbiert
Jetzt ist Sommerreifenzeit. Doch vor ein paar Monaten war das ganz anders. Und offenbar sind immer mehr Autofahrer in Deutschland auch bereit zu akzeptieren, dass man im Winter auch Winterreifen braucht. Denn 87 Prozent fuhren im vergangenen Winter auf Winterreifen und acht Prozent auf Ganzjahresreifen. Damit waren nur noch fünf Prozent auf Sommerreifen unterwegs, womit sich die Zahl des sogenannten Umrüstverweigerer gegenüber dem Winter 2008/2009 glatt halbiert hat.
Das zeigt eine Studie von Goodyear Dunlop Tires Germany, die soeben zur Fachmesse Reifen 2010 in Essen vorgestellt wurde.
Doch trotz der weiter gestiegenen Umrüstquoten gibt es auch Anlass zur Sorge. Denn sieben Prozent der Fahrer waren mit Winterreifen unterwegs, die 2002 oder früher produziert wurden, und zwei Prozent fuhren auf bereits zehn Jahre alten Reifen, die als Folge von Alterungsprozessen bereits einen Teil ihrer spezifischen Winterqualitäten eingebüsst haben. Und auch bei der Profiltiefe gibt es Anlass zur Kritik. Denn jeder siebte Fahrer hatte weniger als die vier Millimeter Restprofil, die Reifenexperten für den Wintereinsatz empfehlen. Bei vier Prozent der geprüften Winterreifen wurde sogar weniger als zwei Millimeter Restprofil gemessen, was deren Winterqualitäten auf ein Minimum reduziert.
Betrachtet man die Winterreifenquoten nach Bundesländern, dann war Thüringen mit 97 Prozent besonders winterreifenbewusst. Hessen und Bayern folgen mit 94 und 92 Prozent, und das Schlusslicht ist Nordrhein-Westfalen mit 81 Prozent.
Und noch ein verblüffendes Ergebnis zum Schluss. Es gibt immer wieder Autofahrer, die gar nicht wissen, mit welcher Art von Reifen sie unterwegs sind. Denn als man bei den insgesamt 6.500 für diese Studie befragten Autofahrern deren Antworten zu den gefahrenen Reifen mit den tatsächlich am Fahrzeug montierten Reifen verglich, stellte sich heraus, dass sieben Prozent auf anderen Reifen fuhren als von ihnen angenommen.
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